Stiftung Warentest: „Leitungswasser ist meist besser als Mineralwasser“

Geschrieben am von Jan-Christoph

Mineralwasser- oder Leitungswasser-TestDie Stiftung Warentest kommt nach einem Test von 29 Stillen Mineralwässern zu einem überraschenden Schluss: Meist sei Leitungswasser besser als (oft teueres) Stilles Mineralwasser.

Bemängelt wird, dass in Mineralwasser Mineralien oftmals in nur geringer Konzentration enthalten seien. Rundum überzeugen konnte die Tester kein einziges Mineralwasser.

Ferner wurden vereinzelt geschmackliche Mängel beanstandet sowie ungenügende Kennzeichnung. Bequemer und weitaus günstiger sei ganz normales Leitungswasser, so die Tester. In Köln etwa koste ein Liter Wasser aus dem Wasserhahn gerade einmal 0,003 Euro. Im Supermarkt und beim Discounter bezahle man für Mineralwasser 0,13 Euro, für klassische starke Marken sogar meist mehr als 0,50 Euro je Liter.

Darüber hinaus überrascht, dass in Flaschen abgefülltes Mineralwasser keineswegs zwingend keimfrei sei – aufwendigen Abfüllmethoden zum Trotz. In einem Drittel der Proben konnten die Tester Keime nachweisen. Möglicherweise könnten diese für Babies und für immunschwache Menschen durchaus problematisch sein.

Grundsätzlich gelte für jede Art von Wasser, ob nun aus der Leitung oder aus dem Lebensmitteleinzelhandel, dass dieses nicht völlig keimfrei sein müsse. Sie dürften aber keinesfalls Krankheitserreger enthalten.

Bubble Tea: bis 30 Würfel Zucker je Becher

Bubble TeaEinem weiteren Test unterzog Stiftung Warentest den derzeit in Mode gekommenen „Bubble Tea“. So seien in einem einzigen Becher Bubble Tea bis zu 30 (!) Stück Würfelzucker enthalten:

„Bubble Tea ist eine Kalorienbombe inklusive synthetischer Farbstoffe und Aromen.“

Sie untersuchten exemplarisch vier Sorten Bubble Tea von BoboQ und Boobuk und fanden zu viel Zucker sowie Azofarbstoffe. Diese stehen im Verdacht, bei Kindern zu Hyperaktivität und zum Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADHS) zu führen.

Die Basis von Bubble Tea bildet schwarzer oder grüner Tee und Sirup, dem oft Milch oder Joghurt zugegeben wird sowie der Namensgeber, „Perlen“. Darunter sind gummiartige aus Tapioka, mit Sirup gefüllte sowie geleeartige Perlen. Die Tester untersuchten jeweils Tee mit Apfelgeschmack, Mangomilchtee, Tee mit Milch und Karamellaroma sowie einen Joghurt-Erdbeer-Drink.

Mit 50 bis 60 Gramm Zucker pro Becher haben drei der getesteten Bubble Teas im Test einen ähnlichen Zuckergehalt wie dieselbe Menge Cola. Ein Mangomilchtee enthält gar 90 Gramm Zucker, das Äquivalent zu sage und schreibe 30 Stück Würfelzucker. Mit 500 Kilokalorien hatte dieser Tee auch den mit Abstand höchsten Brennwert der begutachteten Getränke.

gesunde Alternative: Biotee

Lebensbaum Beeren-Waldmeister-Tee bioWer sich und vor allem seine Kinder gesund ernähren möchte, sollte von der Modeerscheinung „Bubble Tea“ also besser die Finger lassen. Bei weitem nicht alles, was gerade in ist, ist zugleich auch gut.

Aber wozu auch Bubble Tea, wenn Sie in unserem Sortiment eine riesige Auswahl an gesundem Biotee vorfinden? Diesen finden Sie in mannigfaltigem Variantenreichtum hier.

Als einen von zahlreichen unserer Biotee-Sorten möchte ich Ihnen exemplarisch den Lebensbaum Beeren-Waldmeister-Tee empfehlen, den wir vor wenigen Tagen ins Sortiment aufgenommen haben.

Ein Kommentar

Holger schrieb: 28. Juni 2012 at 12:21

Ich selbst verwende zwar Mineralwasser in Flaschen. Aber ich meide Wasser in PET-Flaschen wie der Teufel das Weihwasser!

Mir kann man nicht erzählen, dass PET keinen Unterschied zu Glas machen würde. Probier mal, wie viel schneller Wasser in PET abgestanden wirkt im Vergleich zu Wasser in Glas.

Klar, dass die Industrie den Konsumenten PET-Flaschen schönreden will. Ist doch deren Handling viel einfacher und billiger als das von Glas.

Mir kommt das jedenfalls nicht ins Haus. Es hiess ja auch schon, dass aus dem PET diverse Stoffe ins Wasser übergehen.

Meine Reihenfolge der Beliebtheit ist:

1. Mineralwasser in Glasflasche
2. Leitungswasser aus dem Hahn
3. Mineralwasser in PET (doch dazu kommt es bei mir nie!)

Gruß,
Holger