Kamut, das Power-Korn

Geschrieben am von Jan-Christoph

Herkunft und Geschichte

Kamut

„Kamut“ ist eine eingetragene Marke, die das Unternehmen Kamut International für die Vermarktung der Weizensorte Q-77 verwendet. Die von Kamut International kolportierte Legende besagt, dass ein US-Luftwaffenoffizier 1948 in einem Pharaonengrab bei Dashare in Ägypten eine steinerne Kiste mit auffällig großen Weizenkörnern fand. Wie man heute weiss, handelte es sich um die alte Sorte Khorasan. Einige der „Riesen-Weizenkörner“ schickte er seinem Vater, der eine Farm in Montana betrieb, und der die Körner in der Folge sporadisch aussäte.

Erst 1977, als Farmer Quinn zufällig ein bereits in Vergessenheit geratenes Glas mit Körnern wieder fand, begann der planmäßige Anbau in größerem Stil. Unter dem ägyptischen Namen „Kamut“, was „Seele der Erde“ bedeutet, wurde das Saatgut fortan vermarktet. 1990 erkannte das Us-Landwirtschaftsministerium Kamut als neue Sorte an. Anbau und Vertrieb erfolgen ausschließlich durch oder lizenziert von Kamut International.

Kamut wird in erster Linie in Nordamerika und Südeuropa angebaut und erzielt eine durchschnittlichen Ertrag von zwölf dt pro Hektar. Auf dem deutschen Markt befindliches Kamut stammt fast ausschließlich aus biologischem Anbau.

Eigenschaften

Kamut ist ein regelrechtes „Power-Korn“: Nicht nur, weil es nahezu doppelt so groß ist wie ein übliches Weizenkorn. Sein Gehalt an Eiweiß, ungesättigten Fettsäuren, Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen liegt eklatant höher als bei anderen Weizensorten. Kamut stellt aufgrund seines natürlichen Gehaltes an Selen mit etwa 0,9 mg/kg einen Beitrag zur Versorgung mit diesem lebensnotwendigen Spurenelement dar.

Die Familie Quinn, die die Markenrechte an Kamut besitzt, schreibt sehr strenge Qualitätsanforderungen vor:

  • Kamut muss die alte Sorte Khorasan-Weizen sein,
  • darf ausschließlich als zertifiziertes Bio-Getreide gewachsen sein,
  • muss einen Proteingehalt von zwölf bis 18 Prozent aufweisen,
  • muss zu 99 Prozent unkontaminiert durch moderne Weizensorten sein,
  • muss zu 98 Prozent frei von Krankheitsanzeichen sein,
  • muss zwischen 400 und 1000 ppb Selen enthalten,
  • darf nicht in Produkten benutzt werden, deren Name irreführend oder missverständlich hinsichtlich des Prozentgehalts ist,
  • und darf in Nudeln nicht mit modernem Weizen gemischt werden.

Einerseits sind solche Vorgaben ungewöhnlich für ein Naturprodukt. Andererseits gewährleisten diese eine sehr hohe Qualität aller Kamutprodukte.

Verwendung

Rapunzel Bio-Kamut-GrießKamut enthält Gluten, weshalb es nicht für Menschen mit Zöliakie zum Verzehr geeignet ist.

Es kann identisch zu Weizen oder Dinkel verwendet werden, wobei Kamut eine leicht nussige Note aufweist. Aufgrund seines hohen Proteingehalts eignet sich Kamut besonders gut zum Kochen und Backen. Brot und Nudeln, die aus Kamutmehl hergestellt werden, bleiben besonders lange frisch.

Hier geht es zu unseren Kamutprodukten. Der Kamut-Grieß von Rapunzel eignet sich beispielsweise sehr gut für Aufläufe.

Kamut-Spaghetti von RapunzelEine Besonderheit sind zudem die sehr dunklen Vollkorn-Kamut-Spaghetti von Rapunzel. Sie weisen eine noch dunklere Färbung auf als Spaghetti aus Dinkelvollkorn und schmecken noch nussiger, noch herzhafter.

Ein überaus leckeres, gesundes und dabei verblüffend schnell zubereitetes Gericht erhält man, indem man vorgenannte Spaghetti mit der Tartex vegetarischen Bolognese-Sauce kombiniert. Darüber kommt dann geriebener Pasta-Käse, fertig. Guten Appetit! 🙂

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Ein Kommentar

waltraud h. schrieb: 14. Juni 2012 at 15:21

Ich möchte gerne wissen, wie sich Kamut verhält bei Menschen, die keinen Weizen vertragen.