Fleischkonsum weltweit so hoch wie nie zuvor

Geschrieben am von Jan-Christoph

Fleisch und FleischkonsumNie zuvor konsumierte die Menschheit so viel Fleisch wie im vergangenen Jahr.

Welche Probleme das insbesondere, aber nicht ausschließlich in Entwicklungs- und Schwellenländern mit sich bringt, zeigt eindrucksvoll der „Fleischatlas“ der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und der Zeitung „Le Monde diplomatique“ auf.

Die negativen Folgen der Fleischproduktion auf die Umwelt sind bedenklich: So würden für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch 15.000 Liter Wasser verbraucht, während 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hätten. Billiges Fleisch wird so schnell zu lediglich scheinbar billigem Fleisch.

Dessen Zeiten könnten sowieso bald vorüber sein: Denn zum steigenden Pro-Kopf-Konsum von Fleisch komme erschwerend rasantes Bevölkerungswachstum hinzu.

Gut zusammengefasst sind die wesentlichen Inhalte des Fleischatlasses in diesem SPIEGEL-Artikel.

Allen, die auf Fleisch nicht verzichten wollen, sei auch hier „Klasse statt Masse“ ans Herz gelegt: Anstelle fragwürdiger Massenproduktion mit handwerklich hergestelltem Biofleisch und ebensolcher Biowurst von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft (BEG).

Veröffentlicht in Ernährung und getaggt mit , , , , .

2 Kommentare

Christian Rothe schrieb: 11. Januar 2013 at 10:56

Für die Erzeugung eines Kilogramms Fleisch benötigt man bis zu 16 kg Getreide. Dies ist sicherlich kein effizienter Einsatz der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die dieser Planet hergibt.

ABER: Solange wir noch landwirtschaftliche Fläche für die Erzeugung von Biosprit opfern und mögliche Lebensmittel zum Auspuff hinausjagen, lasse ich mir mein Schnitzel weiter schmecken.

Jan-Christoph schrieb: 22. Januar 2013 at 09:33

Treibstoffe mit Biosprit-Komponente(n) vermeide ich, wo es nur geht:

So tanke ich Aral Ultimate Diesel, den einzigen in Deutschland erhältlichen Dieselkraftstoff ohne Zusatz von FAME.

Der liegt meist zehn Cent je Liter über dem Preis des herkömmlichen („B7-„)Diesels (mit 7% FAME-Beimischung nach DIN EN 590). Dafür verbrenne ich keine Lebensmittel, der Motor weist eine spürbar bessere Laufruhe auf (Cetanzahl 60 oder höher, entsprechend höhere Zündwilligkeit), und zumindest angeblich erfolgt eine rückstandsärmere Verbrennung.